Die Evangelisch-reformierte Kirche der Gemeinde Beatenberg ist ein Kind der Reformation. 1528 wurde die Wallfahrtskapelle "St. Batten" bei den
Beatushöhlen am Fuss des Berges auf obrigkeitlichen Befehl geschlossen. Vorher hatte sie auch der Dorfbevölkerung als Pfarrkirche gedient.
Seit uralten Zeiten war der heilige Beatus - legendärer Christenapostel und Drachentöter - bei den Höhlen verehrt worden. Neben
Einsiedeln war St. Batten die berühmteste Wallfahrtsstätte in der Schweiz. Zuletzt wurde die Höhle zugemauert, damit dort keine
Gottesdienste mehr stattfinden konnten.
Als Ersatz für die Kapelle in der Höhle entstand auf der lichten Höhe des Beatenbergs schon 1534 eine hölzerne Kirche. Heute noch
ist der silberne Abendmahlskelch in Gebrauch, der damals bei der Einweihung gestiftet wurde.
Auch der Friedhof - wahrhaftig ein Hof und Hort des Friedens - lohnt einen Besuch. Auf der untersten Stufe steht weithin sichtbar ein irisches
Sonnenkreuz, ein Andenken an einen Pfarrer, der im vorigen Jahrhundert die englischen Gäste im Bergdorf betreute. Zugleich erinnert das Kreuz an
Beatus, dessen geheimnisumwitterte Herkunft im frühchristlichen Irland zu suchen ist.
Friedhof mit fantastischer Rundsicht auf den Thunersee und Berge
Winterzeit - Kirche Beatenberg
Bild von Heidi Schmelzer - Metzger, Basel